Jedes Jahr freue ich mich schon ewig vorher auf die Zeit der frischen roten Erdbeeren, Erdbeeren mit Sahne und Vanilleeis, Erdbeermarmelade (frisch gekocht) und natürlich ERDBEERKUCHEN! Ganz selbst gemacht mit einem frisch gebackenen Biskuit. Doch was, wenn man keine Eier verträgt?

Dieser  Frage musste ich mich vor einigen Jahren stellen und habe dafür eine Lösung gefunden, die sich schnell etabliert hat (und bei uns seither beliebter ist als der übliche Biskuit): Der „Amaretto-Boden“!

Amaretto-Boden-Teig in der Küchenmaschine

Als Grundlage dafür dient ein Rezept aus einem Backbuch für Schüttelkuchen, das ich schon lange im Regal stehen habe. Es enthält zwar Eier, in einem Rührteig wie diesem lassen sich die Eier jedoch problemlos durch Eiersatz-Pulver ersetzen. Ich weiß, dass es auch andere Möglichkeiten gibt, Eier beim Backen zu ersetzen, habe damit aber keine guten Erfahrungen gemacht. Mit dem Eiersatz von 3-Pauly gelingt dieses Rezept jedoch sehr gut.

Für eine 28 cm-Springform nehme ich:

  • 170 g Mehl
  • 100 g Speisestärke
  • 1 P. Backpulver
  • 130 g Zucker
  • 2 P. Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 3 Eiersatz (wie gesagt, ich nehme den von 3-Pauly)
  • 200 g zerlassene (!) Margarine
  • 50 ml Amaretto
  • (alkoholfreie Variante: einfach den Amaretto durch einen Löffel Amaretto-Sirup oder einige Tropfen Bittermandelaroma ersetzen)

Zuerst nehme ich das Eiersatz-Pulver, gebe die vorgegebene Menge Wasser dazu und rühre dieses an. Ganz prima funktioniert das übrigens mit einem batteriebetriebenen Milchaufschäumer!

Eiersatz von 3-Pauly: Dose und angerührt

Dann gebe ich die trockenen Zutaten in eine Schüssel und rühre sie mit der Küchenmaschine gut durch. Erst jetzt gebe ich die zerlassene Margarine, den Amaretto (bzw. Sirup oder Aroma) und die Eiersatz-Masse dazu und rühre alles nochmal kräftig durch. Der Teig sollte eine schaumige Konsistenz haben, wie man hoffentlich auf den Bildern erkennen kann.

Das Originalrezept stammt zwar aus einem Buch für Schüttelkuchen, bei denen die Teigzutaten nicht verrührt, sondern nur in einer Schüssel geschüttelt werden, ich habe jedoch die Erfahrung gemacht, dass der Teig und damit der fertige Boden feiner werden, wenn man das Ganze kräftig durchrührt. Ist keine Küchenmaschine da, tut es natürlich auch ein Rührgerät.

Den Teig anschließend in eine Springform füllen (28 cm Durchmesser) und ca. 35 Minuten bei 160° Umluft backen (alternativ: Ober-/Unterhitze, 180°, ca 30 Minuten.
Mit frischen Erdbeeren belegen (evtl. Tortenguss darüber geben) und genießen.

frisch gebacken: der Amaretto-Boden

Tipps:

Der Boden lässt sich übrigens prima auf Vorrat backen und einfrieren! Gibt’s dann irgendwo frische Erdbeeren, muss er nur noch schnell belegt werden.

Auch für eine Hochzeits-„Torte“  habe ich den Boden schon verwendet: die Masse einfach auf ein komplettes Backblech hochrechnen um einen quadratischen Kuchen zu bekommen. Aus diesem kann nun jede beliebige Form ausgeschnitten werden – für die Hochzeitstorte war es natürlich ein großes Erdbeerherz.

Guten Appetit!

der fertige Erdbeerkuchen: Guten Appetit!

 

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